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Aufbruch ins "Abenteuerland" voller Erfolg

Eingereicht am 11. Okt 2017 - 10:48

So voll ist die Kirche ansonsten nur an hohen Feiertagen: Bis auf den letzten Platz war die Herz-Jesu Kirche in Neckarsteinach am vergangenen Sonntag besetzt. Über neunzig Kinder waren zusammen mit ihren Eltern und Großeltern der Einladung der katholischen Kirchengemeinde Neckartal zum Familiengottesdienst für alle gefolgt.


Bereits um 10.00 Uhr ging es mit einer Spielstraße los, für die eigens die Kirchenstraße gesperrt wurde. Ob Kinderschminken, Glitzer-Tattoos, Dosenwerfen oder Gesellschaftsspiele – für Groß und Klein wurde Einiges geboten. Jedes Kind konnte sich seinen persönlichen Gottesdienst-Ausweis mit Namen an der Passausgabe abholen. Zwei Body-Guards am Kirchenportal begrüßten die Mini-Kirchgänger anschließend per Handschlag. Auch in der Kirche ging es ungewöhnlich weiter: Statt eines Eingangsliedes wurde der Gottesdienst mit einem Countdown gestartet. Von zehn bis null zählten Kinder und Erwachsene abwechselnd und erst dann ertönte das Abenteuerland-Mottolied „Es gibt einen Ort, an dem bist willkommen.“ Wie bei allen Liedern des neuen Gottesdienst-Formats steckte jede Menge Rhythmus und Bewegung in den Liedzeilen. Doch nicht nur die Lieder waren dieses Mal kindgerecht, sondern die gesamte Liturgie war auf die kleinen Gottesdienstbesucher ausgerichtet. So öffneten sich nach dem Gloria erneut die Kirchentüren und herein kamen die beiden Inspektoren Oberschlau und Naseweis mit übergroßer Lupe und Detektivkostüm. Gemeinsam mit den Kindern wollten sie dem Geheimnis des Gottesdienstes auf die Spur kommen und herausfinden, warum aus der großen Kiste im Altarraum so viel Nebel kam. Einen ersten Hinweis ergab sich aus dem Bibelvers: „Das Fest der Faulenzer ist vorbei.“ Jeder soll einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten und eben nicht faul sein. Doch was macht Gemeinschaft aus? Die Theater-Kids zeigten, wie wichtig es ist, dass immer alle Mitspieler zur Probe kommen und ihren Text können. Aber was ist noch wichtig? Diese Frage gaben die beiden Detektive an ihre Gäste weiter, die sie extra eingeladen hatten: Die Jugendfußballmannschaften aus Hirschhorn und Neckarsteinach samt ihren Trainern. Ähnlich wie beim Gottesdienst ist es beim Mannschaftssport wichtig, dass jeder pünktlich ist, sich vorbereitet, den anderen hilft und sich für das Team entscheidet. Das macht eine echte Gemeinschaft aus. Eben genau wie beim Gottesdienst: Jeder zählt, ansonsten bleibt sein Platz in der Kirchenbank leer und er fehlt in der Gemeinschaft. Und damit konnte das erste Geheimnis des Gottesdienstes gelüftet und die Kiste geöffnet werden: Das Symbol für die christliche Gemeinschaft, ein bunter Fisch aus Holz kam zum Vorschein. „Nun könnt ihr einmal überlegen, was Gemeinschaft für Euch bedeutet“, forderte Inspektor Oberschlau die Kinder auf. In Gruppen ihrem Alter entsprechend verließen Krabbelkinder bis Sechstklässler zusammen mit ihren Gruppenleitern die Kirche. Während für die Erwachsenen die Liturgie weiterging, konnten die Kinder je nach Alter malen, puzzeln und kleben und so ihr eigenes Bild von Gemeinschaft zusammenfügen. Alle Kinder bekamen ihren eigenen kleinen Fisch und  kehrten am Ende des Gottesdienstes in die Kirche zurück, um noch einmal das Abenteuerland-Lied zu singen.