Newsbeiträge

Weltmissionstag 2017

Eingereicht am 25. Okt 2017 - 14:06

Mehr als 100 päpstliche Missionswerke sammeln am Weltmissionssonntag auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den ärmsten Diözesen der Welt. In Deutschland findet die Kollekte in diesem Jahr am Sonntag, den 22. Oktober 2017, statt.


Im Mittelpunkt steht jedes Jahr ein Land mit einem bestimmten Schwerpunkt: In diesem Jahr ist das Burkina Faso und die Situation der Mädchen und Frauen dort. Die Menschen in Burkina Faso haben ihrem Land den Namen „Land der aufrechten Menschen“ gegeben. Sie sind stolz auf ihre friedliche Revolution und ihre politische Tradition, auf das gute Miteinander von Christen und Muslimen, auf die ethnische Vielfalt. Doch Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone liegenden Landesteile hart. Bleibt der spärliche Regen aus oder fällt er zur falschen Zeit, müssen die Menschen hungern. Mangels alternativer Einkommensquellen versuchen viele ihr Glück bei der Goldsuche. Perspektivlosigkeit wird zum Nährboden für islamistische Terrorzellen. Vor allem für Mädchen und Frauen ist der Alltag hart. Jahr für Jahr werden in Burkina Faso tausende Mädchen zwangsverheiratet, manche schon im Alter von 11 oder 12 Jahren. Traditionen wie Hexenverfolgung oder Genitalverstümmelung sind trotz gesetzlichen Verbots weit verbreitet. Die Müttersterblichkeit ist eine der höchsten der Welt Doch die Kirche sieht nicht tatenlos zu mit Bildungsinitiativen, Schutzprogrammen und  mit Hilfe zur Selbsthilfe - Mädchen und Frauen sollen Verantwortung für ihr Leben übernehmen dürfen. „Du führst mich hinaus ins Weite“ lautet deshalb das biblische Leitwort des Sonntags der Weltmission 2017. Es drückt aus, was Menschen mit Gott erleben: Gott eröffnet dem Leben Chancen, wo alles aussichtslos scheint, er schenkt dem Leben Weite.