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Auf den Spuren Karls des Großen

Eingereicht am 09. Okt 2018 - 19:09

Letztes Wochenende unternahmen 40 Mitglieder unserer Kath. Kirchengemeinde Neckartal (Hirschhorn und Neckarsteinach) mit Pater Linto eine Reise in die westlichste Großstadt Deutschlands nach Aachen.


Hier bauten die Römer schon im 1. – 4. Jh. Badeanlagen und Kultstätten an den heißen Quellen. Hier lebte Kaiser Karl und wurde 814 in der Pfalzkapelle (im Dom) beigesetzt. Neben seiner Bedeutung als Begräbnisstätte Karls des Großen und Krönungskirche deutsch-römischer Könige ist der Aachener Dom seit Jahrhunderten das Ziel tausender Pilger aus aller Welt. Von der Fahrt selbst, die von der AG-Reisen des Pfarrgemeinderates organisiert wurde, berichtet ein Reiseteilnehmer: Unser Hotel in Aachen war ganz in der Nähe der Altstadt, so dass wir unsere Unternehmungen meist zu Fuß erledigen konnten. Nach Ankunft und Abendessen im Hotel stand am nächsten Morgen zuerst der Besuch der Printenbäckerei „Klein“ auf dem Programm. Die Aachener Printen sind eine weithin bekannte spezielle Sorte brauner Lebkuchen, die seit dem Jahr 1820 in Aachen gebacken wird. Die Fa. Klein backt Printen seit über 100 Jahren schon in 4. Generation. Die Zutaten sind im allgemeinen Mehl, brauner Zucker, Gewürze und etwas Wasser. Die Printen gibt es in verschiedenen Variationen: hart, weich, schokoladig oder nussig. Bei unserem Besuch wurde uns die Zubereitung der Printen vorgeführt. Es folgte eine ausgiebige „Kostprobe“ und anschließend gab es Gelegenheit, Aachener Printen zu kaufen.


Nach einer Mittagspause führte uns eine sehr gut informierte Führerin durch die Gassen der Altstadt. Start des Rundganges war der Elisenbrunnen, aus der das Thermalwasser, das etwas salzig schmeckt, bei 53°C heraus sprudelt. Wir konnten uns davon überzeugen und erfuhren dabei auch, dass Aachen 30 Thermalquellen hat. Weiter ging der Weg durch die Altstadt vorbei am Markt mit der Karlstatue, der Körbergasse mit dem Printenmädchen, dem Katschhof und endete nach vielen Altstadtgassen am monumentalen gotischen Rathaus. Nach diesem eindrucksvollen Rundgang freuten wir schon auf den Besuch des Aachener Brauhauses (von uns vorbestellt, sonst hätten wir keinen Platz gefunden), in dem wir den Abend bei deftigem Essen und Brauhausbier verbrachten. Am 3. und letzten Tag widmeten wir uns ganz dem Dom. Nach dem feierlichen Haupt-gottesdienst mit Domchor, Orgelmusik und viel Weihrauch hatten wir eine Domführung incl. Schatzkammer gebucht. Der Dom selbst, der von außen so gar nicht wie ein Dom aussieht, ist innen vollständig mit Marmor ausgekleidet und mit unzähligen Ornamenten ausgeschmückt. Er ist in gleicher Weise die Kirche Karls des Großen, Krönungskirche der Könige, Wallfahrtskirche, Bischofskirche und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1978. Anschließend bestaunten wir die Aachener Domschatzkammer, die einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas, eine einzigartige Sammlung von Kostbarkeiten aus der Geschichte des Aachener Domes birgt. Angetan hat uns außer der Karlsbüste vom Jahr 1350 (aus Silber und teils vergoldet) auch das „Lotharkreuz“ – ein ottonisches Vortragekreuz aus Gold, Silber, Edelsteinen und Kleinstperlen, aus dem Jahre 1000, das bis heute noch an hohen Festtagen in der Liturgie verwendet wird und vermutlich von König Lothar stammt.


Nach einer Stärkung im Aachener Brauhaus fuhren wir am Nachmittag wieder mit dem Bus nach Hause. Ein ereignisreiches Wochenende bei gutem Wetter und mit vielen Eindrücken war zu Ende.


Den Mitgliedern der AG-Reisen im PGR sei an dieser Stelle noch einmal für die Vorbereitung und den reibungslosen Verlauf der Aachen-Reise gedankt!