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Gemeindefahrt der Kath. Kirchengemeinde Neckartal ins Heilige Land

Eingereicht am 17. Apr 2019 - 14:38

Ende März veranstaltete die AG-Reisen des Pfarrgemeinderates in Zusammenarbeit mit Tobit-Reisen aus Limburg eine 12-tägige Flug- und Busreise nach Israel und Palästina. Mit Pater Joshy begaben sich 31 Pilger aus Neckarsteinach, Hirschhorn und Umgebung (kath. und auch etliche ev. Christen) auf die große Reise.


Nach dem Flug-Transfer von Frankfurt nach Tel Aviv ging es mit dem Bus (der während der ganzen 12 Tage bei der Gruppe blieb) zunächst in die Wüste Negev mit 2 Übernachtungen im Kibbutz Mash´abei-Sade, danach in den Norden nach Haifa mit wiederum 2 Ü im Gästehaus des Klosters Stella Maris. Die nächsten beiden Ü waren im Kibbutz Shaar-Hagolan am See Genezareth, bevor weitere 2 Ü-Tage im Jericho-Resort im Reiseplan waren. Die letzten 3 Tage blieben Jerusalem vorbehalten, wo das Ecce Homo Gästehaus in der Via Dolorosa als Unterkunft diente. Während des gesamten Aufenthaltes in Israel war der deutsche kath. Theologe Bertil Reiseführer der Gruppe. Er  lebt seit 7 Jahren in Israel, ist mit einer Jüdin verheiratet und hat durch seine umfassenden Erklärungen und durch sein Fachwissen alle Reiseteilnehmer begeistert. Besondere Highlights in der Wüste waren sicher der Ramonkrater bei Mitzpe Ramon, die „Glockenhöhlen“ von Beit Guvrin und die Grabstätte von David Ben Gurion, dem 1. Ministerpräsidenten des Staates Israel. Im Norden des Landes beeindruckte Akko - die alte Kreuzfahrerstadt am Mittelmeer - und die Bahai-Gärten in Haifa. Die Tage am See Genezareth gaben Gelegenheit, die biblischen Orte Nazareth, Kana (mit einem Gottesdienst in der Hochzeitskirche mit Ehesegen), den Berg der Seligpreisungen, Kafarnaum und das Haus von Simon Petrus kennen zu lernen. Hier war ein Gottesdienst mit Pater Joshy direkt am See bei Dalmanutha ein weiterer Höhepunkt trotz Wind und Regen. Während des Aufenthaltes in Jericho wurden die Ausgrabungen in Magdala, die Taufstelle Jesu am Jordan, die Felsenfestung Massada von König Herodes und das Tote Meer besichtigt. Überhaupt sind die Meereshöhenunterschiede in der ganzen Region sehr markant. So liegt Jerusalem auf etwa 800 m über dem Meeresspiegel, während Jericho, das gerade mal 30 km von Jerusalem entfernt ist, 250m unterhalb des Meeresspiegels liegt. – und auch das ganze Jordantal befindet sich auf dem gleichen Niveau. Das Tote Meer, das bis zu 30% Salz enthält und auf einer Meereshöhe von  – 411m liegt,  ist natürlich auch von den Neckartälern „heimgesucht“ worden. Man konnte zwar nicht untergehen, doch Wasser in den Augen und auf der Haut waren sehr unangenehm.


Auf Jerusalem waren natürlich alle Mitreisenden gespannt – und es wurde wohl niemand enttäuscht: Das Hotel, dessen Zimmer sehr einfach ausgestattet sind, belohnt jeden Gast mit seiner herausragenden Lage mitten in der Altstadt in der weltbekannten Via Dolorosa mit einer weiträumigen Dachterrasse und  einer fantastischen Aussicht auf den nahen Tempelberg und weitere Sehenswürdigkeiten.


Was die politische Situation Israels angeht war die einstimmige Feststellung der Reiseteilnehmer, dass zwar viele bewaffnete Soldatinnen und Soldaten besonders in Jerusalem zu sehen sind, doch in keiner Situation hatte man sich unsicher gefühlt. Im Gegenteil, manche männliche Neckartaler haben sich sogar mit jungen Soldatinnen ablichten lassen. In Israel und auch in der Westbank (z. B. Jericho) haben sich die Menschen – Juden, Muslime, Araber, Christen – wohl oder übel mit der aktuellen Situation abgefunden. Jedenfalls war das allgemeine Fazit, dass die Gemeindefahrt in das Heilige Land eine Super-Sache war. Der Reise-AG des PGR Neckartal mit Pater Joshy sei hiermit herzlich gedankt.